US-Arbeitslosenquote steigt im September auf 4,2 Prozent

02.10.26 14:34 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die Zahl der Arbeitslosen steigt auf 7,1 Millionen, während die Unternehmen außerhalb der Landwirtschaft nur 29.000 neue Stellen schaffen. Die Daten könnten die Erwartungen an den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank beeinflussen.

Reinigungskräfte in einer New Yorker U-Bahn-Station (Archiv)
Reinigungskräfte in einer New Yorker U-Bahn-Station (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Die Arbeitslosenquote in den USA ist im September auf 4,2 Prozent gestiegen. Im August hatte sie bei 4,1 Prozent gelegen, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte.Nur 29.000 neue StellenDie Unternehmen schufen im September rund 29.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Insgesamt waren 7,1 Millionen Menschen arbeitslos, nach 7,0 Millionen im Vormonat.Die Zahl der Langzeitarbeitslosen blieb unterdessen unverändert bei 1,9 Millionen.

Als langzeitarbeitslos gelten in der US-Arbeitsmarktstatistik Personen, die seit mindestens 27 Wochen ohne Beschäftigung sind.Arbeitsmarktdaten beeinflussen ZinserwartungenDie monatlichen US-Arbeitsmarktdaten werden weltweit von Investoren beobachtet.

Ein robuster Arbeitsmarkt bei zugleich hoher Inflation kann Zinssenkungen unwahrscheinlicher machen.Umgekehrt können schwächere Beschäftigungsdaten die Erwartungen an niedrigere Zinsen stärken.

Davon könnten Unternehmen und andere Kreditnehmer durch günstigere Finanzierungen profitieren, während festverzinsliche Sparanlagen im Vergleich zu Aktien an Attraktivität verlieren könnten.
Der US-Arbeitsmarkt zeigt im September ein gemischtes Bild: Die Arbeitslosenquote steigt leicht, während die Zahl der neu geschaffenen Stellen mit 29.000 deutlich niedrig ausfällt. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Arbeitslosen um rund 100.000 auf 7,1 Millionen zu. Die Langzeitarbeitslosigkeit bleibt mit 1,9 Millionen Betroffenen unverändert hoch.Für die US-Wirtschaft ist entscheidend, ob sich diese Entwicklung zu einer länger anhaltenden Abkühlung verdichtet.

Ein schwächerer Beschäftigungsaufbau kann auf eine nachlassende Nachfrage der Unternehmen hindeuten.

Die Arbeitslosenquote bleibt jedoch in einem Bereich, der weiterhin auf einen grundsätzlich tragfähigen Arbeitsmarkt schließen lässt.Arbeitsmarkt als Signal für die FedDie Daten beeinflussen die Geldpolitik der US-Notenbank, weil sie den zweiten großen Teil ihres Mandats neben stabilen Preisen bilden.

Ein nachlassender Jobaufbau könnte den Spielraum für Zinssenkungen erhöhen, sofern der Inflationsdruck gleichzeitig weiter nachlässt. Niedrigere Zinsen verbilligen Kredite für Unternehmen und private Haushalte und können dadurch Investitionen sowie Konsum stützen.Für Anleger entsteht daraus ein Spannungsfeld: Ein schwächerer Arbeitsmarkt kann Zinshoffnungen nähren, weist zugleich aber auf eine weniger dynamische Konjunktur hin. Die kommenden Monatsberichte und mögliche Revisionen der Beschäftigungszahlen werden daher maßgeblich sein, um zu beurteilen, ob der Septemberwert eine kurzfristige Schwankung oder ein breiterer Trend ist.

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