Trump-Xi-Gipfel in Washington: Berlin hofft auf Impulse

23.09.26 14:34 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die Bundesregierung will das Treffen der Präsidenten in Washington aufmerksam verfolgen, ohne konkrete Ergebnisse vorwegzunehmen. Berlin verweist zugleich auf den regelmäßigen Austausch mit Peking, zuletzt in einem Telefonat der Außenminister.

Weißes Haus (Archiv)
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via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung hofft auf „positive Impulse“ durch das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Washington. Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte am Mittwoch der dts Nachrichtenagentur, das Treffen sei wegen der handelspolitischen Fragen sowie der großen Fragen von Krieg und Frieden bedeutsam.Berlin formuliert keine konkreten ErwartungenDie Bundesregierung werde den Gipfel „aufmerksam beobachten“, sagte Kornelius. Konkrete Erwartungen wolle die Regierung jedoch nicht formulieren; die deutschen Positionen gegenüber den USA und China seien bekannt.Auswärtiges Amt verweist auf Austausch mit ChinaEin Sprecher des Auswärtigen Amtes verwies zusätzlich auf ein Gespräch von Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi. Das Telefonat habe vorgestern stattgefunden und unterstreiche den kontinuierlichen und regelmäßigen Austausch über eine ganze Bandbreite internationaler Themen.Handel und globale Konflikte im MittelpunktBei dem Treffen von Trump und Xi stehen neben den Handelsbeziehungen auch internationale Konflikte und sicherheitspolitische Fragen im Fokus. Die Bundesregierung sieht in der direkten Abstimmung der beiden Großmächte eine mögliche Gelegenheit für Impulse, hält sich mit einer Bewertung des erwarteten Ergebnisses aber zurück.
Das Treffen von Donald Trump und Xi Jinping in Washington fällt in eine Phase, in der die Beziehungen zwischen den USA und China zugleich von wirtschaftlicher Abhängigkeit und strategischer Konkurrenz geprägt sind. Im Mittelpunkt stehen der Handelskonflikt, die Lieferung kritischer Rohstoffe, Technologiebeschränkungen und der Wettbewerb um Künstliche Intelligenz.Eine wichtige Frist liegt im November: Die gegenwärtige Zollpause soll am 10. November in wesentlichen Teilen auslaufen.

Damit verbindet sich die Frage, ob beide Seiten ihre vorläufigen Vereinbarungen verlängern und eine neue Eskalation bei Zöllen, Exportkontrollen und Lieferketten vermeiden können.

Für deutsche Unternehmen sind solche Entscheidungen relevant, weil sie Kosten, Absatzchancen und die Verfügbarkeit wichtiger Vorprodukte beeinflussen.Internationale Folgen des GipfelsÜber Wirtschaftsfragen hinaus reichen die möglichen Gesprächsthemen von den Kriegen im Nahen Osten und in der Ukraine bis zu den Spannungen um Taiwan. Gerade bei diesen Fragen dürfte Berlin aufmerksam verfolgen, ob Washington und Peking Kommunikationskanäle offenhalten und Risiken begrenzen.Deutschland hat gegenüber beiden Staaten eigene Interessen: China bleibt ein bedeutender Wirtschafts- und Handelspartner, während die USA für Europas Sicherheit und die transatlantische Abstimmung zentral sind. Die Bundesregierung formuliert deshalb bewusst keine konkreten Erwartungen.

Der regelmäßige Austausch des Auswärtigen Amtes mit China ergänzt diese zurückhaltende Linie, ersetzt aber keine gemeinsamen Entscheidungen der USA und Chinas.

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