Studie: Gasheizungen werden für Vermieter unwirtschaftlich

heute 10:28 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Gasheizungen werden für Vermieter und Eigentümer künftig teuer.

Ausbau einer alten Gasheizung (Archiv)
Ausbau einer alten Gasheizung (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Das zeigt eine Berechnung des Beratungsinstituts Prognos, über die der "Spiegel" berichtet.Vermieter müssen demnach für eine 80 Quadratmeter große Wohnung, die mittelmäßig gedämmt ist, ab 2029 jährliche Kosten in Höhe von 330 Euro stemmen.

Das wären 27 Prozent der Gesamtkosten. Ab 2035 liegen die Kosten bei 547 Euro im Jahr, der Höhepunkt wäre 2045 bei Kosten von 761 Euro im Jahr erreicht. In einem sehr ungünstigen Szenario liegen die Kosten sogar bei 1.194 Euro im Jahr. In ungedämmten Wohnungen wären noch deutlich höhere Summen fällig, berichtet der "Spiegel".Unter Deutschlands Eigentümern sorgen die Berechnungen für Entsetzen.

"Unter diesen Voraussetzungen wird sich für einen Vermieter kaum noch eine neue Gasheizung wirtschaftlich betreiben lassen", sagte Corinna Kodim, Geschäftsführerin Energie, Umwelt, Technik beim Eigentümerverband Haus & Grund. Sie fürchtet, dass Immobilieneigentümer, die technisch oder wirtschaftlich keine Alternative haben, alte Gasheizungen möglichst lange weiterbetreiben, um einen Wechsel hinauszuzögern. Für Vermieter entstünden massive Kostenrisiken, weil sie sich künftig hälftig an bestimmten Verbrauchskosten der Mieter beteiligen müssten, sagte Kodim dem "Spiegel". Zwar sei die Installation einer Wärmepumpe ein Ausweg, die Geräte seien aber nicht für jedes Gebäude geeignet.Grund für die hohen Kosten ist das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, wonach sich Vermieter an den Heizkosten der Mieter beteiligen müssen. Ab 2029 müssen Vermieter bei neuen Geräten die Hälfte der Netzentgelte, des CO?-Preises und der Kosten für biogene Kraftstoffe tragen.Diesem Kostenrisiko können Vermieter und Eigentümer nur entgehen, indem sie auf klimafreundliche Alternativen setzen, etwa Fernwärme beziehen oder eine Wärmepumpe einbauen.

Diese Geräte sind zwar teurer in der Anschaffung als fossile Geräte, haben aber niedrigere Betriebskosten.

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