Merz empfängt Burnham in Berlin und setzt Kensington-Vertrag um

08.10.26 13:38 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Bundeskanzler Friedrich Merz hat den neuen britischen Premierminister Andy Burnham in Berlin empfangen. Bei dem Treffen sollen die Ratifikationsurkunden für den 2025 unterzeichneten Kensington-Vertrag ausgetauscht und weitere bilaterale Projekte beraten werden.

Friedrich Merz und Andy Burnham am 08.10.2026
Friedrich Merz und Andy Burnham am 08.10.2026
via dts Nachrichtenagentur

Bundeskanzler Friedrich Merz hat den neuen britischen Premierminister Andy Burnham am Donnerstag im Kanzleramt in Berlin mit militärischen Ehren empfangen.

Nach einem Vier-Augen-Gespräch sollen die beiden Regierungschefs unter anderem die Ratifikationsurkunden des Kensington-Vertrags austauschen.Kensington-Vertrag tritt in KraftMerz und Burnhams Vorgänger Keir Starmer hatten den Vertrag bereits 2025 unterzeichnet.

Das Abkommen sieht zahlreiche Vereinbarungen zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik vor und umfasst außerdem die Bereiche Wirtschaft, Forschung, Bildung, Digitalisierung sowie den Austausch zwischen Bürgern beider Länder.Mit dem Austausch der Urkunden wird der Vertrag formal in Kraft gesetzt. Später wollen Merz und Burnham im Kanzleramt an einem regionalen Wachstumsforum teilnehmen.Europa- und Wirtschaftspolitik im MittelpunktBei den Gesprächen werden neben bilateralen und außenpolitischen Themen voraussichtlich auch europa- und wirtschaftspolitische Fragen eine Rolle spielen.

Der Besuch ist Burnhams erster offizieller Aufenthalt in Deutschland seit seinem Amtsantritt.
Der Empfang markiert den ersten formellen Besuch des neuen britischen Premierministers in Deutschland. Im Zentrum steht der Kensington-Vertrag, den Friedrich Merz und Burnhams Vorgänger Keir Starmer bereits 2025 unterzeichnet hatten.

Mit dem Austausch der Ratifikationsurkunden soll das Abkommen nun in Kraft gesetzt werden.Der Vertrag ordnet die deutsch-britische Zusammenarbeit breiter als ein klassisches Sicherheitsabkommen.

Vorgesehen sind engere Verbindungen in Verteidigung, Wirtschaft, Forschung, Bildung und Digitalisierung sowie ein intensiverer Austausch zwischen den Bürgern beider Länder. Auch die Zusammenarbeit gegen irreguläre Migration und grenzüberschreitende Kriminalität gehört zum vereinbarten Rahmen.Zusammenarbeit nach dem BrexitDeutschland und Großbritannien bleiben trotz des britischen EU-Austritts eng miteinander verbunden.

Der Vertrag soll diese Beziehung institutionell stabilisieren und praktische Kooperationen erleichtern. Dazu zählen nach derzeitigem Planungsstand unter anderem Reiseerleichterungen für Klassenfahrten und eine direkte Bahnverbindung zwischen beiden Ländern.Die Gespräche über Europa- und Wirtschaftsfragen haben zudem eine politische Dimension: London ist kein EU-Mitglied, bleibt für Berlin aber ein wichtiger Partner in Sicherheits-, Handels- und Außenpolitik. Das geplante regionale Wachstumsforum soll den bilateralen Austausch um konkrete Vorhaben auf regionaler Ebene ergänzen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene FragenDeutschlandfunk: „Britischer Premier Burnham kommt in Berlin mit Kanzler Merz zusammen“ (08.10.2026)Der Bericht bestätigt den Antrittsbesuch und den geplanten Austausch der Ratifikationsurkunden zum Kensington-Vertrag. Der Schwerpunkt liegt auf der politischen Bedeutung des Abkommens nach dem Brexit sowie auf vorgesehenen Erleichterungen für Klassenfahrten und einer direkten Bahnverbindung.Der Beitrag ordnet die Vereinbarung stärker als Freundschafts- und Kooperationsvertrag ein, während die aktuelle Begegnung zusätzlich bilaterale, außenpolitische und wirtschaftspolitische Gespräche sowie das regionale Wachstumsforum umfasst.Übergreifend steht damit die Vertiefung der deutsch-britischen Beziehungen im Mittelpunkt; offen bleibt, wann die praktischen Vorhaben des Vertrags umgesetzt werden.

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