Kampfjet: Pistorius will Entscheidung bis März 2027

heute 09:50 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Nach dem Ende des gemeinsamen Kampfjets im FCAS-Projekt prüft Deutschland zwei Alternativen. Pistorius will die strategische Richtung bis Ende März 2027 festlegen und die deutsche Luftfahrtindustrie einbinden.

Bewaffnung unter einem Kampfjet (Archiv)
Bewaffnung unter einem Kampfjet (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Deutschland sucht nach FCAS-Aus neue Kampfjet-LösungBundesverteidigungsminister Boris Pistorius will bis Ende März 2027 über eine Alternative zum gemeinsamen Kampfjet im deutsch-französischen FCAS-Projekt entscheiden.

Eine deutsche Führungsrolle beim Bau eines neuen Kampfflugzeugs schloss der SPD-Politiker gegenüber der Funke-Mediengruppe aus.Zwei Modelle liegen auf dem TischDeutschland prüft nach Angaben des Ministers eine Beteiligung am Global Combat Air Programm von Großbritannien, Italien und Japan. Dazu liefen Gespräche, unter anderem über die Frage, ob ein deutscher Beitritt den Zeitplan des Vorhabens deutlich verzögern könnte.Als zweite Möglichkeit nannte Pistorius ein eigenes europäisches Projekt von Airbus und weiteren Partnern. Dieses könnte auf ein Kampfflugzeug für den Beginn der 2040er-Jahre zielen.Deutsche Industrie soll beteiligt bleibenPistorius betonte sein Interesse an einer Rolle der deutschen Luftfahrtindustrie. Die Unternehmen könnten ein solches Vorhaben nach seiner Darstellung jedoch nicht allein bewältigen.Weitere Zusammenarbeit mit Frankreich möglichGemeinsame Rüstungsvorhaben mit Frankreich bleiben nach Einschätzung des Ministers möglich, müssten aber anders organisiert werden.

Als Beispiele nannte er die Einbindung Frankreichs in ein britisch-deutsches Projekt für präzise Langstreckenwaffen sowie eine enge Kooperation bei Weltraumvorhaben und ballistischer Frühwarnung.Die Rahmenbedingungen hätten sich verändert, zugleich gebe es weiterhin ausreichend Felder für eine Zusammenarbeit. Die angekündigte Entscheidung soll nun die weitere Ausrichtung der deutschen Luftfahrt- und Beschaffungspolitik bestimmen.
Das FCAS-Projekt sollte Deutschland, Frankreich und Spanien bei der Entwicklung eines neuen europäischen Luftkampfsystems zusammenführen.

Der geplante Kampfjet bildete dabei nur einen Teil eines größeren Verbunds aus bemannten und unbemannten Flugzeugen, Vernetzung und weiteren militärischen Fähigkeiten.Die nun angekündigte deutsche Richtungsentscheidung betrifft deshalb nicht nur die Auswahl eines Flugzeugs, sondern auch industrielle Zuständigkeiten, Kosten, Zeitpläne und die künftige europäische Arbeitsteilung.

Mit dem britisch-italienisch-japanischen Global Combat Air Programme steht eine bereits international strukturierte Alternative im Raum. Eine deutsche Beteiligung könnte industrielle Anteile sichern, müsste aber mit den Anforderungen eines laufenden multinationalen Vorhabens vereinbar sein.Industrie und Zeitplan im MittelpunktDie zweite Option würde Airbus und weitere europäische Partner stärker in die Verantwortung nehmen.

Für Deutschland stellt sich damit die Frage, wie eigene Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten erhalten werden können, ohne ein technisch und finanziell überdimensioniertes Einzelprojekt zu starten.Für die Bundeswehr ist der Zeitplan besonders relevant, weil die Nachfolge der heutigen Kampfflugzeugflotte langfristige Entscheidungen bei Beschaffung, Ausbildung, Infrastruktur und Bewaffnung erfordert. Die bis Ende März 2027 angekündigte Auswahl soll diese strategische Unsicherheit begrenzen.

Zugleich deutet Pistorius’ Verweis auf weitere Kooperationen mit Frankreich darauf hin, dass das Ende des gemeinsamen Kampfjetprojekts nicht das Ende der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit beider Länder bedeutet.

Dein persönlicher Trading-Coach wartet!
Motivieren. Optimieren. Skalieren.
Coach finden.

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Zwischen 56% und 82,08% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesen Anbietern. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Zwischen 56% und 82,08% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit unseren Partner-Brokern. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.