Inflation in Deutschland steigt im September auf 3,3 Prozent

heute 14:00 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die Teuerung nimmt im September deutlich zu. Vor allem die hohen Preise für Benzin und Diesel treiben die Entwicklung, während ab Oktober ein befristeter Tankrabatt für Entlastung sorgen soll.

Die Inflationsrate in Deutschland ist im September auf 3,3 Prozent gestiegen.

Nach Schätzung des Statistischen Bundesamtes lag sie damit deutlich über dem Wert von 2,9 Prozent im August, wobei die kräftig gestiegenen Kraftstoffpreise ein wesentlicher Antreiber waren.Kraftstoffpreise treiben die TeuerungDer Anstieg betrifft die Veränderung der Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders stark wirkte sich die Entwicklung an den Tankstellen aus: Benzin und Diesel verteuerten sich im September erheblich.Für Verbraucher steigen dadurch zunächst die direkten Mobilitätskosten.

Über höhere Transport- und Logistikkosten kann der Preisdruck zudem weitere Bereiche der Wirtschaft erreichen.Befristeter Tankrabatt ab OktoberAb dem 1. Oktober soll ein befristeter Tankrabatt die Belastung an den Zapfsäulen verringern. Die Regelung ist bis zum Jahresende vorgesehen und soll die Steuern auf Benzin und Diesel insgesamt um rund 17 Cent je Liter senken.Die weitere Inflationsentwicklung hängt damit auch von den Energiepreisen ab. Der Tankrabatt kann den direkten Kraftstoffeffekt dämpfen, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Bedeutung internationaler Öl- und Energiemärkte für die deutsche Preisentwicklung.
Der Anstieg der deutschen Inflationsrate auf 3,3 Prozent markiert eine deutliche Beschleunigung binnen eines Monats. Im August hatte die Teuerungsrate noch 2,9 Prozent betragen.

Damit liegt der Preisauftrieb klar über dem mittelfristigen Ziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent.Der wichtigste aktuelle Treiber sind die Kraftstoffpreise. Benzin und Diesel erreichten im September nach Auswertungen von ADAC-Daten außergewöhnlich hohe Monatsdurchschnitte. Für viele Haushalte wirkt sich das unmittelbar über die Kosten des täglichen Pendelns aus; mittelbar können höhere Transportkosten auch Waren und Dienstleistungen verteuern.Energie als Risiko für die weitere EntwicklungDie Entwicklung steht im Zusammenhang mit stark gestiegenen Öl- und Energiepreisen.

Höhere Importkosten schlagen zunächst an den Tankstellen durch und können mit Verzögerung weitere Preisstufen erreichen.

Zugleich ist der Effekt nicht automatisch dauerhaft: Fallen die Energiepreise, lässt der unmittelbare Inflationsdruck nach; bleiben sie hoch, belastet das die Kaufkraft und erschwert die geldpolitische Planung.Eine Entlastung für Autofahrer ist ab dem 1. Oktober vorgesehen.

Ein befristeter Tankrabatt soll Benzin und Diesel bis Jahresende steuerlich um insgesamt rund 17 Cent je Liter entlasten.

Wie stark diese Senkung tatsächlich an Verbraucher weitergegeben wird, hängt von der Preisentwicklung am Ölmarkt und der Weitergabe durch die Tankstellen ab.

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