Dietmar Bartsch: Linke ruft zu gewaltfreien Sozialprotesten auf

21.10.26 14:25 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Dietmar Bartsch verteidigt Sozialproteste gegen die Regierungspolitik, fordert aber eine klare Absage an Gewalt. Die Linke will sich weiterhin an Demonstrationen und Protestaufrufen beteiligen.

Dietmar Bartsch (Archiv)
Dietmar Bartsch (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Dietmar Bartsch grenzt Sozialproteste von Gewalt abDer ehemalige Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch hält Sozialproteste gegen die Regierungspolitik auch in Deutschland für legitim. Die Linke werde weiterhin dazu aufrufen, die Proteste müssten aber gewaltfrei bleiben.„Überhaupt nicht um Krawall“Bartsch sagte dem Nachrichtensender Welt TV am Mittwoch, es gehe „überhaupt nicht um Krawall“. Die Zerstörung von Geschäften und Ausschreitungen, wie sie etwa in Frankreich aufgetreten seien, bezeichnete er als inakzeptabel.Der Protest gegen die Politik in Frankreich und Deutschland sei richtig, erklärte der Linken-Politiker. Zugleich wünsche er sich, dass sich seine Partei klar gegen Gewalt positioniere.Leo NotdurfterTrading-CoachCharts lesen wie ein Trader: live zur US-EröffnungIm Trading Kickstart der trading-house Börsenakademie (seit 1998) zeigen erfahrene Trader live, wie sie Chartmuster, Einstieg und Absicherung einordnen - Deine Fragen inklusive. Kein Vorwissen nötig.Nächster Termin: Mittwoch, 15:15 bis 16:00 Uhr | live | 1x anmelden, jede Woche dabeiKostenlosen Platz sichernAnzeige | trading-house BörsenakademieLinke will Proteste organisierenDie Linke wolle sich laut Bartsch weiterhin mit Demonstrationsorganisationen und Protestaufrufen engagieren. Es gehe darum, deutlich zu machen, dass die Partei mit der Politik nicht einverstanden sei.Bartsch verwies zugleich auf Wahlen als den Weg, auf dem politische Veränderungen tatsächlich entschieden würden. Er nannte Berlin, Mecklenburg-Vorpommern sowie die bevorstehenden Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Schleswig-Holstein.Kritik an Steuerpolitik und VerschuldungDer Linken-Politiker warf der Bundesregierung vor, mit Steuererhöhungen und einer steigenden Zinslast ein Klima zu schaffen, in dem Sozialproteste gedeihen könnten.

Die Neuverschuldung sei ein Riesenfehler.Bartsch sagte, Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil führten Deutschland steuerpolitisch und politisch auf die Intensivstation. Zugleich betonte er erneut, er wolle friedliche Proteste und keine Gewalt.
Dietmar Bartsch verbindet in seiner Stellungnahme zwei Ebenen: Er verteidigt das Demonstrationsrecht als politisches Druckmittel, zieht aber zugleich eine klare Grenze gegenüber Sachbeschädigung, Plünderungen und Angriffen.

Damit reagiert seine Argumentation auf die jüngsten schweren Ausschreitungen in Frankreich, bei denen Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und politische Missstände eskalierten.Für die Linke steht der Vorstoß im Zusammenhang mit ihrer traditionellen Rolle bei sozialen Bewegungen und Demonstrationen.

Bartsch stellt jedoch ausdrücklich Wahlen als entscheidenden Weg für dauerhafte politische Veränderungen heraus und nennt mehrere bevorstehende Landtagswahlen.

Protest soll demnach öffentliche Aufmerksamkeit schaffen, nicht demokratische Entscheidungsprozesse ersetzen.Steuerpolitik als KonfliktpunktInhaltlich richtet sich Bartschs Kritik gegen die Finanz- und Steuerpolitik der Bundesregierung. Er macht Steuererhöhungen und steigende Zinslasten für ein gesellschaftliches Klima verantwortlich, in dem soziale Proteste wahrscheinlicher werden.

Die Bundesregierung steht zugleich vor Entscheidungen über die Verwendung höherer Steuereinnahmen und über Entlastungen bei Energie oder Familienleistungen.Die politische Bedeutung der Äußerung liegt deshalb auch in der Abgrenzung innerhalb des Protestthemas: Die Linke will Unzufriedenheit mobilisieren, darf aber nicht den Eindruck erwecken, Gewalt zu rechtfertigen.

Für Teilnehmer, Veranstalter und Behörden bleibt entscheidend, dass Versammlungen friedlich verlaufen und politische Forderungen sichtbar bleiben.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene FragenTagesschau: „Ausschreitungen in Frankreich: Fassungslosigkeit und ...“ (19.10.2026)Der Beitrag beschreibt die schweren Ausschreitungen in Frankreich und die politischen Reaktionen darauf. Damit liefert er den internationalen Hintergrund für Bartschs ausdrückliche Forderung, Sozialproteste in Deutschland von Gewalt abzugrenzen.n-tv: „Der Tag bei ntv.de am Montag, den 19. Oktober 2026“ (19.10.2026)Der Bericht ordnet die Proteste als Auseinandersetzungen über hohe Lebenshaltungskosten ein und verweist auf Ausschreitungen und Plünderungen.

Anders als Bartschs innenpolitische Stellungnahme liegt der Schwerpunkt damit auf dem Verlauf der Eskalation und ihren Folgen.Beide Beiträge unterstreichen den Zusammenhang zwischen sozialen Belastungen und Protesten, während Bartsch vor allem die politische Grenze zwischen legitimer Demonstration und Gewalt betont. Offen bleibt, wie die Linke diese Abgrenzung bei künftigen Protestaufrufen praktisch umsetzen will.

Trading-Wissen in 45 Minuten tanken!
Lerne. Frage. Meistere.
Webinar sichern.

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Zwischen 56% und 82,08% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesen Anbietern. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Zwischen 56% und 82,08% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit unseren Partner-Brokern. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.