Dax am Mittag mit kleinem Zuwachs – Anleger bleiben angespannt wegen US-Geldpolitik
27.08.26 13:19 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de
Zur Mittagszeit behauptet sich der Dax knapp im Plus, doch Unsicherheit in Sachen US-Leitzinsen hält Investoren auf Abstand.
via dts Nachrichtenagentur
Um die Mittagszeit, so gegen 13 Uhr, zeigte der Dax ein zartes Plus – grob gesagt 26.348 Punkte, das entspricht etwa 0,2 Prozent mehr als zum Handelsschluss zuvor. Nicht gerade eine Spritztour nach oben, aber immerhin ein Zeichen, dass der Markt nicht vollends in Erstarrung verfällt.
Spitzenreiter und Schlusslichter
Ganz vorn auf der Kursliste stehen heute Infineon, Rheinmetall und Siemens Energy. Im Keller dagegen dümpeln ausgerechnet die Aktien von Deutscher Telekom, Continental und Henkel herum. Wer sich fragt, ob das ein Trend ist: Eher nicht, oft sind solche Bewegungen auch Tagesform.
Bremsspuren vor Jackson Hole
Interessanter finde ich zurzeit die allgemeine Stimmung: Viele Marktteilnehmer wirken abwartend, ja fast nervös. Timo Emden, seines Zeichens Chefmarktanalyst bei CapTrader, bringt es auf den Punkt: Bevor am Freitag bei dem berühmten Notenbankertreffen in Jackson Hole die Rede von Kevin Warsh ansteht, traut sich kaum jemand, große Risiken einzugehen.
Verständlich, denn die Frage, wie es mit der Zinspolitik der USA weitergeht, hängt wie eine schwere Wolke über dem Börsenparkett.
Der Euro taumelt ein bisschen
Auch der Euro hat noch keinen klaren Kurs: Nachmittags kostet ein Euro etwa 1,1639 Dollar, die Gegenrichtung sind etwa 0,8592 Euro für einen Dollar. Solche Bewegungen muss man wohl mit einem kleinen Schulterzucken quittieren – oder mit der Hoffnung, dass irgendwann mal wieder etwas mehr Schwung reinkommt.
Der Dax kroch zur Mittagszeit am Donnerstag mit minimalem Auftrieb ins Plus. Anleger scheinen derzeit auf Nummer sicher zu gehen, da die Unsicherheit um die zukünftige US-Geldpolitik – insbesondere vor dem wichtigen Notenbankertreffen in Jackson Hole – den Appetit auf Wagnisse bremst.
Neue Entwicklungen am Markt
Neuere Recherchen zeigen, dass die wichtigsten Börsen Europas ebenfalls mit Zurückhaltung reagieren, was in ersten Kommentaren etwa von der faz.net und der zeit.de bestätigt wird. Gleichzeitig rückt die Inflation in Europa wieder stärker in den Fokus, nachdem Zahlen aus Deutschland und der Eurozone Anzeichen für ein langsameres Wachstum lieferten.
Einige Anleger hoffen dennoch auf Signale von der US-Notenbank, die Klarheit schaffen könnten, ob ein Zinsschritt nach oben oder unten zu erwarten ist. Zusätzlich kamen in den letzten beiden Tagen wieder Spekulationen auf, dass der Euro im weiteren Verlauf des Sommers gegenüber dem Dollar tendenziell schwächeln könnte, was exportorientierten Unternehmen helfen würde.