Bundesregierung lehnt Schutzklauseln für US-Zoll-Abkommen ab

16.04.26 14:18 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Die Bundesregierung hat sich gegen mehrere Änderungsanträge positioniert, die das EU-Parlament zur Umsetzung des Zoll-Abkommens mit den USA eingebracht hat.

Container (Archiv)
Container (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Das geht aus einem sogenannten Drahtbericht des Auswärtigen Amtes vom 9. April 2026 hervor, der an alle Ministerien versendet wurde und über den der Newsletter Industrie und Handel des "Politico" berichtet.

Das Auswärtige Amt kommentierte den Text auf eine Anfrage hin nicht."DEU warnte vor dem Eindruck eines verzögerten Entscheidungsprozesses", heißt es in dem Bericht zu den Ratsverhandlungen zur Umsetzung des Turnberry-Deals. "Die EU solle signalisieren, ein verlässlicher Partner der USA bleiben zu wollen, und einer Eskalation entgegenwirken.

Insofern wünschte sich DEU einen balancierten Ansatz, der auch die benötigte Zustimmung des EP zu den Gesetzesänderungen berücksichtigt."Demnach ist die Bundesregierung skeptisch bei den vom Parlament vorgeschlagenen Sunrise-Klauseln. Sie besagen, dass die Senkung der Zollsätze nur gelten soll, wenn die USA ihre Verpflichtungen einhalten.

Eine Sunrise-Klausel ist laut des Berichts aus deutscher Sicht nur vermittelbar, wenn sie sich auf die Einhaltung der bestehenden Regeln beschränkt.Außerdem fordern die EU-Abgeordneten, das Abkommen mit einer sogenannten Sunset-Klausel bis zum 31. März 2028 zu befristen.

"Für eine Sunset-Klausel sah DEU keinen Anlass; diese riskiere vielmehr eine weitere Eskalation", heißt es in dem Drahtbericht. Weiter unterstützt Berlin die Bemühungen der Kommission, die US-Zölle auf Stahl und Aluminium weiter zu senken, "warnte jedoch, realistisch zu bleiben".

Profis live beim Traden zuschauen!
Täglich. Kostenlos. Interaktiv.
Jetzt kostenfrei anmelden.

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Zwischen 56% und 82,08% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesen Anbietern. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Zwischen 56% und 82,08% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit unseren Partner-Brokern. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.