Borussia Mönchengladbach trennt sich nach 0:5 von Trainer Polanski

13.09.26 10:49 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Borussia Mönchengladbach trennt sich nach einem Fehlstart in die Bundesliga offenbar von Cheftrainer Eugen Polanski. Für das kommende Spiel gegen Mainz soll Co-Trainer Jan-Moritz Lichte interimsweise übernehmen.

Eugen Polanski (Archiv)
Eugen Polanski (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Eugen Polanski ist offenbar nicht mehr Cheftrainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Übereinstimmenden Berichten zufolge fiel die Entscheidung am Sonntag nach dem dritten verlorenen Ligaspiel in Folge.Entscheidung am SonntagmorgenLaut Berichten wurde die Trennung vom Klub am Sonntagmorgen vollzogen.

Demnach soll Polanski entweder seine Entlassung vom Verein mitgeteilt bekommen oder selbst gegenüber Mannschaft und Sportchef Rouven Schröder seinen Rücktritt erklärt haben. Am Samstagabend hatten alle Beteiligten noch länger zusammengesessen, bevor es am folgenden Tag zur Entscheidung kam.Interimslösung mit Jan-Moritz LichteCo-Trainer Jan-Moritz Lichte soll für das anstehende Bundesligaspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 interimsweise die Verantwortung übernehmen. In der anschließenden Länderspielpause soll nach den Berichten spätestens ein neuer Cheftrainer gefunden und die sportliche Führung dauerhaft geregelt werden.Katastrophaler Saisonstart als AuslöserAuslöser für den Schritt ist der schwache Saisonstart der Fohlenelf. Borussia Mönchengladbach hat alle drei bisherigen Bundesligapartien verloren. Am Samstag kassierten die Gladbacher beim SC Freiburg eine 0:5-Niederlage, die den Druck auf Polanski und die Mannschaft weiter erhöhte.
Der mutmaßliche Abschied von Eugen Polanski als Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach markiert nach nur wenigen Wochen im Amt einen weiteren abrupten Wechsel auf der wichtigsten sportlichen Position des Vereins. Polanski war aus dem Klubumfeld und der eigenen Trainerhierarchie gekommen und sollte nach dem Abgang seines Vorgängers für Kontinuität stehen.

Der nun gemeldete Bruch zeigt, wie groß der Druck nach dem Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison geworden ist.Sportliche Schieflage und EntscheidungsdruckDrei Niederlagen aus drei Ligaspielen, dazu das 0:5 beim SC Freiburg: Die Zahlen des Saisonstarts deuten auf erhebliche Defizite in Stabilität und Abstimmung hin. In der Bundesliga gilt ein derartiger Auftakt meist als Alarmsignal, weil früh die Gefahr entsteht, dauerhaft im Tabellenkeller festzustecken.

Für einen Traditionsklub wie Gladbach mit europäischem Anspruch verschärft das die Lage zusätzlich – sportlich und wirtschaftlich.Vor diesem Hintergrund ist nachvollziehbar, dass Verein und Trainer offenbar bereits am Samstagabend intensiv beraten haben.

Dass es am Sonntag zur Trennung kommt, unterstreicht den Wunsch nach schneller Kurskorrektur. Ob die Initiative vom Klub oder von Polanski ausging, ist für die Bewertung des sportlichen Risikos zweitrangig: Entscheidend ist, dass Gladbach vor den kommenden Spielen möglichst rasch wieder Handlungsfähigkeit und klare Verantwortung auf der Trainerposition gewinnt.Blick nach vorn: Interimslösung und LänderspielpauseMit Jan-Moritz Lichte als designiertem Interimstrainer für das Spiel gegen Mainz wird zunächst eine interne Lösung gewählt. Die Partie gewinnt dadurch an Bedeutung, weil sie als erste Bewährungsprobe für die neu geordnete Trainerkonstellation gilt. Die anschließende Länderspielpause bietet dem Klub Zeit, Gespräche mit möglichen Nachfolgekandidaten zu führen und eine strategische Entscheidung zu treffen – ob erneut ein Trainer aus dem eigenen Umfeld oder ein externer Coach mit frischem Impuls verpflichtet wird. Für die Mannschaft steht nun im Vordergrund, möglichst schnell wieder sportische Stabilität und Vertrauen in die neue Führung zu entwickeln.

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