BioNTech schließt drei Standorte mit 1.800 Arbeitsplätzen

heute 13:53 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

BioNTech findet offenbar keine Käufer für die Werke in Idar-Oberstein, Tübingen und Marburg. Insgesamt sind rund 1.800 Beschäftigte betroffen.

Biontech (Archiv)
Biontech (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Die BioNTech-Standorte in Idar-Oberstein, Tübingen und Marburg stehen offenbar vor dem Aus. Für die Werke habe sich keine Nachfolgeregelung gefunden, wie der SWR und der HR am Montag berichten.Rund 1.800 Arbeitsplätze betroffenBioNTech hatte im Mai angekündigt, insgesamt 1.800 Stellen zu streichen und für die drei Standorte Käufer zu suchen.

Diese Suche endete nun offenbar erfolglos.Als Grund für den Verkaufswunsch nannte das Unternehmen damals vor allem den geringeren Produktionsbedarf bei Covid-19-Impfstoffen.

Die während der Pandemie aufgebauten Kapazitäten werden damit offenbar nicht mehr im bisherigen Umfang benötigt.Standorte in drei BundesländernIn Idar-Oberstein sind von einer Schließung wohl 440 Mitarbeiter betroffen.

BioNTech hatte den Standort im Jahr 2009 eröffnet.In Marburg geht es um 540 Beschäftigte. Am zuvor von Curevac übernommenen Standort in Tübingen wären sogar rund 820 Arbeitsplätze betroffen.Verkaufssuche ohne ErgebnisMit dem Ausbleiben einer Nachfolgeregelung stehen die drei Werke offenbar vor der Schließung.

Für die Beschäftigten dürften nun die weiteren Gespräche über den Abbau der Arbeitsplätze und mögliche Übergangsregelungen entscheidend werden.
Die drei betroffenen BioNTech-Standorte stehen für unterschiedliche Phasen der Impfstoffproduktion. In Idar-Oberstein nahm das Unternehmen den Betrieb 2009 auf, während Marburg und Tübingen später stärker in die mRNA-Impfstofffertigung eingebunden wurden.

Besonders der Tübinger Standort war durch die Übernahme von Curevac strategisch bedeutsam.Der angekündigte Abbau von 1.800 Stellen steht im Zusammenhang mit dem deutlich geringeren Produktionsbedarf bei Covid-19-Impfstoffen.

Während der Pandemie waren Produktionskapazitäten weltweit massiv ausgebaut worden.

Mit dem Übergang zu einer regelmäßigeren, saisonalen Nachfrage müssen Hersteller ihre Strukturen nun an kleinere und schwerer planbare Absatzmengen anpassen.Folgen für Beschäftigte und RegionenFür die betroffenen Regionen hätte das Ende der Standorte erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. In Idar-Oberstein geht es um 440 Arbeitsplätze, in Marburg um 540 und in Tübingen um rund 820 Stellen.

Zusammen betrifft die angekündigte Schließung damit rund 1.800 Beschäftigte.Die erfolglose Suche nach Käufern erhöht den Anpassungsdruck für BioNTech und die Belegschaften.

Für die Mitarbeiter rücken nun Verhandlungen über Abbau, Übergänge und mögliche soziale Ausgleichsregelungen in den Mittelpunkt. Zugleich verliert Deutschland an mehreren Standorten industrielle Kapazitäten in einem Bereich, der während der Pandemie als strategisch besonders wichtig galt.

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