Autoindustrie will bessere Ladeinfrastruktur und günstigeren Strom

19.01.26 16:31 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Nach der Vorstellung der Eckpunkte zur neuen E-Auto-Prämie durch Umweltminister Carsten Schneider (SPD) hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) weitergehende Maßnahmen gefordert, um Elektroautos für Verbraucher attraktiver zu machen.VDA-Chefin Hildegard Müller sagte der "Rheinischen Post" (Montag): "Die neue E-Auto-Förderung ist ein weiterer grundsätzlich positiver Schritt, kann aber nur ein Baustein zur Unterstützung des Markthochlaufs sein.

E-Auto-Ladestation (Archiv)
E-Auto-Ladestation (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur

Für den nachhaltigen Hochlauf der Elektromobilität bleiben entscheidend: eine gute Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur, günstiger Ladestrom und weitere Nutzervorteile sowie darüber hinaus gute Standortbedingungen für die Unternehmen." Müller ergänzte: "Das darf niemand aus dem Blick verlieren, sonst bleibt die Förderung ein Strohfeuer ohne nachhaltige Wirkung."Grünen-Chef Felix Banaszak ist nicht überzeugt von der neuen Förderung für Elektroautos von Umweltminister Schneider. "Schön, dass die Regierung Merz ein grünes Kernprinzip aufgreift und auf eine sozial ausgewogene Förderung setzt", sagte Banaszak der "Rheinischen Post"."Leider droht dieser richtige Ansatz im erneuten Abstimmungschaos der Koalition unterzugehen: Eine Prämie, die groß angekündigt und dann kurzfristig wieder verschoben wird, schafft kein Vertrauen und wirft die Frage auf, wie belastbar die Einigung in der Koalition überhaupt ist", kritisierte er. "Auch inhaltlich überzeugt der Vorschlag nicht", fuhr der Grünen-Politiker fort."Die Förderung wird weder gezielt mit unseren europäischen Herstellern verknüpft, noch ist nachvollziehbar, warum ausgerechnet Plug-in-Hybride weiterhin unterstützt werden sollen. Am Ende bleibt es bei einem Lippenbekenntnis - solange diese Bundesregierung in Brüssel gleichzeitig mit ihrem Festhalten am Verbrenner jeden Fortschritt blockiert", so Banaszak. "Wenn Union und SPD es ernst meinen mit der Elektromobilität, können Friedrich Merz und seine Kabinettsmitglieder nicht Woche für Woche Stimmung gegen E-Autos machen.

Sonst bleibt von der Förderung nicht mehr als heiße Luft."

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